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Handlungsfeld 1
Viele Leben
Die Loacker-Verpackungen im Altpapierballen sind bereit für den innovativen Recyclingprozess.
Vom flexiblen Verpackungspapier zur edlen Uhrenverpackung: Die Reise der Loacker-Verpackung ist noch lange nicht zu Ende, wenn die letzte Waffel verspeist ist. Wie das Verpackungspapier des Südtiroler Süßwarenherstellers Loacker in Kehl entsteht – und wie ihm im thüringischen Greiz wieder ein neues Leben geschenkt wird …

FlexTech
Flexibles Verpackungspapier eignet sich z.B. für Schokoladen-, Teebeutel- oder Tierfutter-Verpackungen.
Könnte der Altpapierballen sprechen, der gerade auf das Förderband bei Koehler Paper in Greiz gleitet, er hätte sicher eine Menge zu erzählen. Von Geschichten aus alten Klatschmagazinen zum Beispiel, die erst in der Altpapiertonne entsorgt und später zusammen mit alten Liebesbriefen, Einkaufszetteln, Mathe-Klausuren und Co. zu einem Ballen gepresst wurden. Wovon dieser Altpapierballen aber auf jeden Fall erzählen könnte: von Loacker und seinen weltberühmten Bozner Haselnusswaffeln. Im Jahr 1925 erfunden, stechen sie bis heute heraus – nicht nur geschmacklich, sondern auch dank ihres knallroten Verpackungspapiers, das hier in Greiz wiederverwertet wird.
Loacker-Waffeln in Papier
Aber fangen wir von vorne an. Denn die Reise der Waffelverpackung beginnt an einem anderen Koehler-Standort: in Kehl am Rhein. Hier ging 2019 die modernste Papiermaschine der Koehler-Gruppe in Betrieb. Die neue Produktionslinie wurde speziell für die Herstellung flexibler Verpackungspapiere entwickelt, wie sie auch Loacker für seine Waffeln nutzt. Die Basis dafür ist Frischfaserzellstoff aus 100 Prozent zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft und kontrollierten Quellen. Bis zu 1.400 Meter Verpackungspapier laufen pro Minute von der Maschine und werden anschließend weiterverarbeitet. Die Energie dafür stammt nahezu vollständig aus erneuerbaren Quellen.
Der Vorteil von Verpackungspapieren? Im Vergleich zu Kunststoff hat Papier in der Regel eine erheblich bessere CO2-Bilanz, weil es sich unter anderem so häufig recyclen lässt wie kaum ein anderes Material. Selbst nach mehreren Durchläufen im Kreislauf bleibt die Qualität des Sekundärrohstoffs erhalten. Um das zu gewähren, hat Koehler flexible Verpackungspapiere mit Barrierefunktionen entwickelt, die in der Standard-Altpapierproduktion recyclingfähig sind und Kunststofffolien in vielen Anwendungen ersetzen können.
Bis zu
25x
lässt sich Papier recyclen



bei der Aufrollung.
Entdecken Sie die gesamte Reise der Loacker-Verpackung auf unserem YouTube-Kanal
ZUM FILM→Von Kehl nach San Marino
Noch hat Loacker seine Kunststoffverpackungen nicht vollständig ersetzt, doch bei einigen Waffelsorten setzt Loacker auf eine Verpackung aus Koehler NexPlus® Seal Pure MOB. Bevor aus diesem Papier allerdings Doypacks für Neapolitaner und Co. werden, geht die Reise von Kehl weiter nach Italien, zur SIT Group in San Marino. „Gemeinsam mit SIT konnten wir als Erste ein nachhaltiges Verpackungspapier anbieten, das eine sehr gute Siegelfähigkeit und Mineralölbarriere bietet“, so Verkaufsleiter Mauro Moretti von Koehler Paper Italia.
Das überzeugte auch den langjährigen SIT-Kunden Loacker. „Es ist in der Tat ein Papier mit hervorragenden Eigenschaften, das sowohl FSC®-zertifiziert als auch gemäß der Cepi-Methode gut wiederverwertbar ist. Unsere Erfahrungen damit sind sehr gut: Koehler Paper liefert durchweg qualitativ hochwertige Produkte und trifft bei unseren Kunden den Puls der Zeit“, sagt Gaia Ferrandi, Produktmanagerin bei Loacker. Apropos Kunden: Die finden Loacker in Papier derzeit vor allem in Duty-free-Shops, bevor die Papierverpackung im Altpapier zum Sekundärrohstoff wird.

„Bereits seit zwei Jahren gibt es verschiedene Loacker-Produkte in unserem Papier.“
Mauro Moretti, Sales Manager bei Koehler Paper Italia
Zurück in den Kreislauf
Die Loacker-Reise führt anschließend über einen Zwischenstopp in einer Altpapiersortieranlage in eine lokale Recyclingpapierfabrik. In unserer Geschichte führt sie zu Koehler Paper im thüringischen Greiz. Die Anfänge der Papierproduktion an diesem Standort reichen bis ins Jahr 1591 zurück. Heute wird der Loacker-Verpackung hier ein zweites Leben geschenkt, denn alle in Greiz hergestellten Papiere bestehen zu 100 Prozent aus Sekundärfaserrohstoffen. Mit anderen Worten: Aus alten Notizzetteln, Zeitungen, Wandkalendern, Postern und immer häufiger auch flexiblen Verpackungspapieren entstehen hier neue Papiere.
In der Altpapieraufbereitung wird die Loacker-Verpackung zusammen mit anderem Altpapier zu einem Papierbrei verarbeitet. Die hoch entwickelte Färbetechnologie in Greiz ermöglicht es, Recyclingpapiere in einer Farbvielfalt herzustellen, wie sie nur wenige Hersteller zu bieten haben. Das Ergebnis kann sich auch unter Nachhaltigkeitsaspekten sehen lassen: 80 bis 90 Prozent aller in Greiz hergestellten Produkte tragen das Umweltzeichen „Blauer Engel“ sowie das EU Ecolabel.
Und die rote Waffeltüte? Sie wird in Greiz zu tiefschwarzem Recyclingpapier. Das findet, über eine Zwischenstation bei einem Converter, schließlich seinen Weg zum Luxusuhrenhersteller Mühle-Glashütte nach Sachsen. Dort kommt das Papier als edle Uhrenverpackung zum Einsatz. Recycling und Hochwertigkeit? Das geht für Koehler Hand in Hand. Willkommen zurück im Leben, Loacker-Waffelverpackung!

