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85 Jahre Spielkartenkarton von Koehler

"In China jagen sie Schweine"

23.04.2019

Kartenspiele gehören für viele Menschen auf der ganzen Welt zu einer liebgewonnenen Beschäftigung. Ob groß oder klein, ob Mau-Mau, Rommé oder Poker – es wird gespielt, gewonnen und verloren. Bei Koehler stellen wir seit 85 Jahren Spielkartenkarton von ausgezeichneter Qualität her. Aus diesem Anlass haben wir uns auf die Reise begeben um herauszufinden, welche Kartenspiele in der Welt gespielt werden.

"In China jagen sie Schweine"

Beginnen wollen wir die Reise in Asien, der Wiege der Spielkarten. Bereits im 12. Jahrhundert gab es in China und Korea Spielkarten. Allerdings ist nicht bekannt, was damals gespielt wurde. Es wird angenommen, dass es sich eher um Glücksspiele als um Kombinationsspiele handelte.

Heutzutage wird in Asien immer noch gerne gespielt, wobei sich die bevorzugten Spiele von Land zu Land unterscheiden. In Thailand beispielsweise spielt man „Schwarzer Frosch, roter Frosch“ oder „Gob dum Gob dang“, das wiederum dem indonesischen Spiel „Main Merah“ und dem chinesischen „Chinese Ten“ sehr ähnlich ist. Bei der thailändischen Version haben die schwarzen Zahlenkarten 2-9 ihren jeweiligen Wert, 10 bis König zählen 10 Punkte und Pik-Ass 50 Punkte. Die roten Karten und das Kreuz-Ass haben keinen Wert.

Mit einem Kartenspiel um Wähler kämpfen

In Malaysia hat 2013 ein neues Spiel den Markt und die Spielerherzen im Sturm erobert. Es heißt „Politiko“ und erinnert an Monopoly. Allerdings repräsentieren die Spieler politische Parteien, die sich um Wähler bemühen müssen. Natürlich gibt es auch Skandal-Karten, die auf tatsächlichen politischen Skandalen beruhen. Und wie im wirklichen Leben können sich die Spieler untereinander Wähler abjagen und die Reputation der Kontrahenten ruinieren.

In Indien ist auch bei den Spielen die britische Kolonialgeschichte spürbar. Rommé oder Poker sind recht populär. Aber auch lokale Spiele mit so klangvollen Namen wie „Teen Patti“, „Satte Pe Satta“ und „Teen Do Paanch“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Generell sind Kartenspiele in Indien sehr beliebt und werden in der Beliebtheit nur von Cricket überboten. Und das ist in Indien wahrlich keine Schande.

Punkte- und Schweinejagd mit Spielkarten

In Russland und vielen osteuropäischen Staaten ist ein Spiel beliebt, dass schlicht „1.000“ heißt. Gespielt wird zu dritt oder auch zu viert mit 24 Karten. Ziel ist es, als erster Spieler 1.000 Punkte zu erzielen. Damen und Könige sorgen für Prämien.

Beim Kartenspielen jagen die Chinesen Schweine. „Gong Zhu“ bedeutet so viel wie „Jag das Schwein“, womit einerseits die Pik Dame, andererseits aber auch der Verlierer gemeint ist. Gespielt wird mit einem französischen 52er Deck. Durch Ausspielen von Pik Karten wird versucht, die Dame herauszulocken.

Die meisten Karten braucht Somalia

Auch in Afrika werden Karten gespielt. So ist beispielsweise in Somalia „Arpaa Turup“ populär. Man benötigt 144 Karten und vier Spieler, die jeweils zwei Paare bilden. Jeder bekommt 36 Karten, und die beiden Partner dürfen sich gegenseitig Zeichen geben. Bei 36 Karten pro Spieler läuft man so wenigstens nicht Gefahr, den Überblick zu verlieren.

In den USA ist natürlich Poker das Maß aller Dinge, wenn es um Kartenspiele geht. Ein paar Kilometer weiter südlich wird in Mexiko „Conquian“ gespielt. Dazu braucht man ein spanisches Blatt, welches statt Kreuz, Pik, Herz und Karo, Schwert, Degen Kelch und Münze mit sich bringt. Abgesehen davon erinnert das Spiel sehr an das auch in Deutschland beliebte Rommé. In angrenzenden Ländern Mittelamerikas ist das vergleichbare „Loba“ (dt. Wölfin) sehr beliebt.

Südamerika spielt Varianten von Rommé

Auch weiter südlich werden Varianten von Rommé gespielt. In Chile und Argentinien beispielsweise ist „Carioca“ sehr beliebt, das ebenfalls ein Legespiel ist. Allerdings geht es über sieben Runden. In jeder Runde wird es schwieriger, seine Karten in Reihen (beispielsweise As-Zwei-Drei-Vier in Herz) oder Trios (Herz, Pik und Kreuz 9) abzulegen. Wer in der letzten Runde ablegen möchte, muss auf einen Schlag alle Karten loswerden. Bei Rommé ist das als Rommé Hand bekannt, aber keine Voraussetzung.

Das in Deutschland so beliebte Skat ist in anderen Ländern nur wenig verbreitet. Auch Schafskopf, Doppelkopf und Mau-Mau erfreuen sich großer Beliebtheit. Für diese Spiele wird nicht das 52er Blatt genutzt, sondern nur das 32er für Skat und Mau-Mau. Schafskopf und Doppelkopf werden mit einem 40er Blatt (zwei Decks mit 10, Bube, Dame, König, As) gespielt.

Spielkarten verbinden die Menschen auf der ganzen Welt

„Tarot“ bringt man normalerweise weniger mit Spielkarten in Verbindung, als mit Wahrsagerei. Allerdings handelt es sich dabei auch um ein urfranzösisches Spiel, wofür allerdings nicht das uns so wohlbekannte französische Blatt genutzt wird. Gespielt wird mit 78 Karten. Zwischen Bube und Dame reiht sicher der Cavalier, anstelle des As gibt es die Eins, und dazu noch 21 Trumpfkarten, die sehr schmuckvoll verziert sind und verschiedene Lebenssituationen darstellen. Zu guter Letzt gibt es die Karte „Bouts“, was so viel wie „Ende“ bedeutet.

Das Ende ist bei jedem Kartenspiel allerdings nur der Anfang einer neuen Runde. Natürlich ist die Auswahl der Spiele unvollständig. Über die Welt der Kartenspiele sind ganze Bücher geschrieben worden, und trotzdem wurde noch längst nicht alles zum Thema gesagt. Die Welt der Spielkarten wird seit 85 Jahren auch von Koehler entscheidend mitgeprägt. Das ist gut so, denn Spielkarten gehören zu den verbindenden Elementen in dieser Welt. Hergestellt werden sie in Oberkirch bei Koehler.

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