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NEWS #13
Koehler-Knowledge: Kosteneinsparungen für Markenartikler
Kann der Umstieg von Kunststoff- auf Papierverpackungen zu Kosteneinsparungen für Markenartikler führen?
Ein direkter Vergleich zweier Haferflocken-Verpackungen gibt einen Überblick darüber, wie die Koehler NexPlus®-Papiere nicht nur die Anforderungen an Recyclingfähigkeit erfüllen, sondern gleichzeitig auch erhebliche Kostenvorteile mit sich bringen.

Angesichts der derzeitigen Instabilität in der Kunststoff-Lieferkette und der weltweit steigenden Preise ist der Umstieg von Kunststoff- auf Papierverpackungen mit Koehler NexPlus® eine sinnvolle Alternative, die nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch kosteneffizient sein kann.
Gesamtkosten – mehr als nur Materialkosten
Die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) sind eine finanzielle Schätzung, die dazu dient, die direkten und indirekten Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung zu ermitteln. Bei der Umstellung von Kunststoff- auf Papierverpackungen ist es wichtig, nicht nur die Material- und Verarbeitungskosten zu berücksichtigen, sondern auch indirekte Kosten wie EPR-Gebühren (Extended Producer Responsibility).
Praxisbeispiel: Vergleich von Haferflockenverpackungen
Wir haben zwei Szenarien für Verpackungen mit identischen Abmessungen (300 mm x 265 mm) und 500 Gramm Produktinhalt analysiert, die in Deutschland hergestellt und in verschiedenen Ländern verkauft werden:
- Szenario 1: OPP-Folie (orientiertes Polypropylen), 73 g/m² (80 Mikrometer). Dieses Flächengewicht wird üblicherweise für diese Art von Haferflockenbeutel mit 500 Gramm Inhalt verwendet.
- Szenario 2: Koehler NexPlus® Seal Pure, 80 g/m² – CEPI-zertifiziert, recycelbar, heißsiegelbar. Die Siegelbeschichtung ist eine Dispersionsbeschichtung auf Wasserbasis mit einem Auftragsgewicht von 4 g/m². Die Dispersionsbeschichtung ist ein etabliertes Verfahren in der Papierherstellung.
Materialkosten
Szenario 1: Zur Simulation der Materialkosten für Polypropylen wurde der durchschnittliche Marktpreis für PP-Granulat (Polypropylen) in Deutschland im März 2026 herangezogen. Dabei wurde angenommen, dass die Extrusion in Deutschland in einer Großextrusionsanlage zu einer OPP-Folie (orientiertes Polypropylen) mit einer Enddicke von 80 Mikrometern (73 g/m²) erfolgte.
Szenario 2: Der Marktpreis für Koehler NexPlus® Seal Pure, 80 g/m² entspricht dem vom Unternehmen als Standard angesehenen Preis. Es wäre möglich, ein Papier mit geringerem Flächengewicht zu verwenden, doch die Annahme einer um 10 % höheren Flächengewichtsdifferenz stellt ein Extremfall dar, um zu zeigen, dass Papier selbst unter diesen Bedingungen einen Kostenvorteil haben kann.
Umstellungskosten
Für beide Szenarien wurden die Kosten in Deutschland für den Flexodruckprozess mit 5 Farben, einer Auflagenhöhe von 400.000 Einheiten, gleichem Drucklayout für Kunststoff und Papier sowie inklusive Schneiden und Verpacken der Rollen berücksichtigt.
Für die Papierverpackung wurden im Vergleich zu Kunststoff 10 % höhere Aufschläge aufgrund von SG&A Kosten (Sales, General and Administrative Expenses) berücksichtigt. Es wurden jedoch keine zusätzlichen Kosten für höheren Farbverbrauch beim Druck auf Papier und kein zusätzlicher Gewinn für den Verarbeiter angesetzt.
EPR-Kosten
Zur Simulation der EPR-Kosten pro Land wurde die Software Recyda verwendet, unter Berücksichtigung der Materialspezifikationen und der jeweiligen nationalen gesetzlichen Regelungen.
Ergebnisse
Um den tatsächlichen Preis nicht offenzulegen, werden die TCO (Total Cost of Ownership) unter Berücksichtigung von Material , Weiterverarbeitungs und EPR Kosten in EUR/100 m² betrachtet und für die Kunststoffverpackung (Szenario 1) mit 100 % angesetzt. Dadurch ist ein Vergleich mit der Papierverpackung (Szenario 2) möglich.
Wie erwähnt wird davon ausgegangen, dass die Verpackung in Deutschland produziert wird, mit Material und Verarbeitungskosten aus Deutschland, jedoch mit unterschiedlichen EPR Kosten abhängig vom Land, in dem das Produkt vermarktet wird.
Belgien
Wird die Verpackung in Belgien vermarktet, liegen die Gesamtkosten pro 100 m² Verpackung 18,4 % niedriger für Szenario 2 im Vergleich zu Szenario 1.

Spanien
Wird die Verpackung in Spanien vermarktet, liegen die Gesamtkosten pro 100 m² Verpackung 12,3 % niedriger für Szenario 2 im Vergleich zu Szenario 1. Zusätzlich zu den EPR Kosten wird in Spanien auch die Kunststoffsteuer berücksichtigt, was einen deutlichen Vorteil für Papier zeigt.

Niederlande
Wird die Verpackung in den Niederlanden vermarktet, liegen die Gesamtkosten pro 100 m² Verpackung 8,5 % niedriger für Szenario 2 im Vergleich zu Szenario 1.

Deutschland
Wird die Verpackung in Deutschland vermarktet, sind die Gesamtkosten pro 100 m² Verpackung für Szenario 2 im Vergleich zu Szenario 1 annähernd gleich.

Veranschaulichendes Fallbeispiel*
Angenommen, ein Haferflockenhersteller mit Sitz in Deutschland verkauft 47.169.811 Verpackungen pro Jahr mit den Abmessungen 300 mm × 265 mm pro Verpackung. Dies entspricht einem Verbrauch von 300 Tonnen Papier.
Wenn in diesem Fall 40 % des Absatzes nach Deutschland, 25 % nach Spanien, 20 % in die Niederlande und 15 % nach Belgien gehen, kann der Markeninhaber nach der Umstellung von Kunststoff auf Papier 136.016 Euro pro Jahr einsparen.

Ihr Vorteil: Nachhaltigkeit und Kosteneinsparungen
Mit Barrierepapieren von Koehler NexPlus® erfüllen Sie nicht nur die Recyclingfähigkeit und die Anforderungen der Endverbraucher zur Reduzierung von Kunststoff, sondern erzielen gleichzeitig erhebliche Kostenvorteile.
Interessiert?
Unser Expertenteam bei Koehler Paper erstellt eine maßgeschneiderte Simulation für Ihr Projekt und Ihre Zielmärkte, sodass Sie die Total Cost of Ownership (TCO) simulieren und von Papierverpackungen mit Koehler NexPlus®-Papieren profitieren können.
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*Dieser Fall ist fiktiv und dient lediglich der Veranschaulichung