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Story

Ein „perfect Match“

#Dekorpapier

Wenn Koehler und Koenig & Bauer aufeinandertreffen, bün­­deln sich 430 Jahre Kompetenz. Beide Firmen wurden im frühen 19. Jahrhundert gegründet und sind Experten ihres Fachs: Koehler in der Herstellung von Spezialpapieren, Koenig & Bauer im Bau von Druckmaschinen. Wie perfekt sich die Unternehmen ergänzen und gemeinsam Mehrwert generieren, erklären Oliver Baar und Julia Müller.

Ein gleichmäßiges, tiefes Surren erfüllt den Raum. Meter um Meter rauscht das Papier durch die Druckmaschine, geführt über Walzen, gespannt mit höchster Präzision. Im Customer Technology Center von Koenig & Bauer steht sie wie ein Versprechen an die Zukunft des Dekordrucks: die RotaJET. Mit Highspeed bringt sie digitale Designs auf das Papier – gestochen scharf, farbintensiv, in beeindruckender Gleichmäßigkeit. Druckköpfe arbeiten, Tinten werden im Inkjet-Verfahren präzise aufgetragen, Sensoren überwachen jede Nuance. Hier geht es um Millionen Quadratmeter – und um jedes Detail.

Druckmaschine

Druckbasispapier von Koehler Paper bietet Kunden ­Flexibilität

Zwischen Monitoren und laufenden Bahnen stehen Oliver Baar, Director Product Marketing bei Koenig & Bauer Digital & Webfed, und Julia Müller, Spartenleiterin für Dekorpapier bei Koehler Paper, und verfolgen den Druckprozess aufmerksam. Es lässt sich hervorragend beobachten, wie gut das hochwertige Druckbasispapier von Koehler Paper und die RotaJET von Koenig & Bauer in ihren Qualitätsansprüchen harmonieren und im Zusammenspiel zu einem erstklassigen Druckergebnis führen. „Wir haben 2015 die erste Druck­maschine im Dekorbereich installiert und von Anfang an sehr gute Erfahrungen mit Papier von Koehler gesammelt“, erinnert sich Oliver Baar. Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, liegt an der herausragenden – und vor allem konstanten – Qualität des Druckbasispapiers aus Kehl. Dieses ist ebenso anwender- wie lösungsorientiert: ­„Kunden können sich auf die konstant hohe Qualität des Druckbasispapieres verlassen und es zugleich flexibel ­sowohl im Tiefdruck als auch im Digitaldruck einsetzen – ein entscheidender Mehrwert für die weiterverarbeitenden Kunden“, erklärt Julia Müller. 

Julia Müller nimmt ein frisch bedrucktes Muster in die Hand. Marmoroptik, kühl bunt und zugleich edel, mit fein ausgearbeiteten Maserungen. „Dekorpapiere sind Spezialpapiere für die Oberflächenveredelung von Holzwerkstoffen und aus der modernen Inneneinrichtung nicht wegzudenken“, erklärt sie. Die unifarbenen Papiere werden entweder direkt imprägniert oder mit vielfältigen Designs bedruckt. Diese können täuschend echt nach Holz oder Stein aussehen oder abstrakte Fantasiemuster abbilden. Zum Einsatz kommen sie bei Möbeln, Fußböden, Arbeitsplatten, Paneelen, Fensterbänken, Fassaden und vielem mehr.

Dekorpapiere – Allrounder im Alltag

Dekorpapiere sind hochwertige Spezialpapiere für die Oberflächenveredelung von Holzwerks­toffen, unter anderem für Möbel, Fußböden und Paneele. Koehler Dekorpapiere werden hauptsächlich aus Laubholzzellstoffen produziert, die aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Es gibt sie in zahlreichen Farben und Flächen­gewichten. Sie überzeugen durch ­eine gute Bedruckbarkeit, eine hohe Farbgenauigkeit und ­eine ­gute Imprägnierfähigkeit. Das ­garantiert eine optimale Weiterverarbeitung.

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Julia Müller, Spartenleiterin für Dekorpapier bei Koehler Paper

„Kunden können sich auf die konstant hohe Qualität des Druckbasispapieres verlassen und es zugleich flexibel sowohl im Tief- als auch im Digitaldruck einsetzen – ein entscheidender Mehrwert für die weiterverarbeitenden Kunden.“

Julia Müller
Spartenleiterin für Dekorpapier bei Koehler Paper

Papierqualität muss absolut konstant sein

Ein Basispapier für den Dekordruck muss viel können: Es muss gut bedruckbar, saugfähig, imprägnierfähig, dimensionsstabil und farbgenau sein. Und von konstanter Qualität, denn Dekore werden oft auf großen Flächen verlegt und bleiben über viele Jahre im Programm. Daher muss jedes Muster immer wieder exakt getroffen werden. „Die RotaJET ist eine High-Volume-Digitaldruckmaschine und arbeitet mit enormer Präzision. Daher ist eine gleichbleibende Papierqualität innerhalb der Rolle, von Rolle zu Rolle, von Charge zu Charge elementar, um hochqualitativ und effizient zu produzieren“, so Baar. 

Von den digitalen Möglichkeiten ist der Fachmann begeistert: „Unsere Anwender können Dekore anbieten, die im Tiefdruck gar nicht möglich sind.“ So sind beispielsweise auch markante Details oder Farbverläufe ohne Wiederholung machbar. Zudem laufen Prozesse effizienter: Dank verkürzter Rüstzeiten und der sehr guten Reproduzierbarkeit lassen sich Druckmengen deutlich steigern. Aber auch kleinere Volumina sind im Digitaldruck realisierbar. Die Produktion bestehender Dekore wird flexibler und neue Designs kommen schneller auf den Markt.

Auch in puncto Ressourcen bietet der Digitaldruck Vorteile: Da nur die tatsächlich benötigte Menge gedruckt wird, fallen nur geringe Mengen Makulatur, Verschnitt und Farbabfälle an. Zudem müssen keine Druckzyklinder, wie es im Tiefdruckverfahren nötig ist, graviert werden, wodurch chemische Prozesse entfallen. Und: Es kommen ausschließlich wasserbasierte Tinten zum Einsatz.

High-Volume-Digitaldruck­maschine

Die RotaJET ist eine High-Volume-Digitaldruck­maschine für vielfältigste Anwendungen. Sie druckt in Dekoranwendungen bis zu 18.225 Quad­ratmeter pro Stunde.

Digitaldruck gewinnt immer mehr an Bedeutung

Wie sich der Dekorbereich entwickeln wird, wird die Zukunft zeigen. Derzeit lässt sich beobachten, dass der Digitaldruck wächst, da er Markteinführungszeiten verkürzt und Flexibilität für saisonale Änderungen und Produktlebens­zyklen bietet. Dazu ermöglicht er die Individualisierung von Dekoren und die Transformation von Geschäftsmodellen. 

Perspektivisch wird auch der Einsatz von KI-gestützten Designprozessen und AR-Anwendungen eine Rolle spielen. „Die Branche steht hier an einem vielversprechenden ­Anfang. KI wird im Dekorbereich dazu führen, effizienter neue Dekore zu generieren. Dadurch können wir die Vielfalt noch weiter steigern und mittel- bis langfristig ermöglichen, prinzipiell unendlich lange Dekore ohne Wiederholung zu generieren. Einen Showcase dazu zeigte Koenig & Bauer bereits auf der Drupa 2024 – gedruckt auf Koehler Papier", sagt Oliver Baar.

„Wir haben 2015 die erste Druckmaschine im Dekorbereich installiert und von Anfang an sehr gute Erfahrungen mit Papier von Koehler gesammelt.“

Oliver Baar
Director Product Marketing bei Koenig & Bauer Digital & Webfed
Oliver Baar, Director Product Marketing bei Koenig & Bauer Digital & Webfed

Wohin der Weg auch geht: Koehler und Koenig & Bauer werden ihn weiterhin gemeinsam beschreiten, denn das Druck­basispapier eignet sich hervorragend sowohl für den klassischen Tiefdruck als auch für den Digitaldruck mit all seinen neuen Möglichkeiten. Unabhängig vom Druckverfahren ergänzen sich die beiden traditionsreichen Unternehmen nämlich hervorragend: Koehler Paper liefert die Bühne für gutes Dekor und Koenig & Bauer sorgt dafür, dass es perfekt inszeniert wird. Ein „perfect Match“.

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