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Nachhaltigkeitsbericht 2021/2022

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Die Koehler-Gruppe und Europas größter Weiterverarbeiter von Kassenrollen, die Schades Group, arbeiten seit Jahrzehnten partnerschaftlich zusammen. Koehler liefert Schades unter anderem kilometerlange Rollen des nachhaltigen Blue4est® Thermopapiers, das Schades zu kleinen Kassenrollen schneidet und anschließend vor allem große Einzelhandelsketten damit versorgt. Im Interview erklärt uns Marcel Bergmann, CEO der Schades Group, was die Zusammenarbeit mit Koehler so erfolgreich macht und welche Nachhaltigkeitsziele die beiden Unternehmen verbinden.

Wieso wird der Kassenzettel aus Papier in Zukunft weiter wichtig bleiben?

Marcel Bergmann Die hohe Nachfrage unserer Kunden beweist, dass der Kassenzettel aus Papier nach wie vor die erste Wahl ist. Er hat gegenüber einem digitalen Bon zahlreiche Vorteile. Der elektronische Kassenzettel bietet zum einen keinen umfangreichen Datenschutz. Denn bei mobilen Einkäufen analysieren die Anbieter das Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten und leiten daraus personalisierte Werbemaßnahmen und Angebote ab. Das erzeugt bei vielen Menschen Unbehagen.

Zum anderen hat ein digitaler Kassenzettel nicht zwangsläufig eine bessere CO2-Bilanz als ein Bon aus Papier. Denn ein elektronischer Beleg muss dauerhaft irgendwo auf Servern gespeichert werden, was auch nicht treibhausgasneutral ist. Wenn der Kassenzettel also nachhaltig produziert und anschließend im Sinne der Kreislaufwirtschaft recycelt wird, ist er vielleicht sogar klimaschonender als sein elektronischer Gegenpart. Diese Voraussetzungen dafür erfüllt das Blue4est® Thermopapier von Koehler, das wir bei Schades zu Kassenrollen weiterverarbeiten. Zusammengefasst: Datenschutz, Nachhaltigkeit und ganz praktisch der physische Kaufbeleg in der Hand, das sind die Gründe, warum wir glauben, dass Kassenzettel aus Papier auch in Zukunft wichtig bleiben.

Wieso setzen immer mehr Unternehmenskunden auf Bons, die aus dem Blue4est® Thermopapier bestehen?

MB Unsere Kunden haben allgemein ein großes Interesse daran, dass Produkte nachhaltig sind. Kassenzettel bilden da keine Ausnahme. Thermopapiere benötigen für ihre Funktion eine Vielzahl an Chemikalien, die im Hinblick aufs Recycling oft kritisch gesehen werden. Beispielsweise empfiehlt das Umweltbundesamt, Kassenzettel über den Restmüll zu entsorgen. Deshalb hat Koehler intensiv geforscht und mit der Blue4est®-Reihe ein Produkt auf den Markt gebracht, das ohne diese Thermochemikalien auskommt und sich daher problemlos recyceln lässt.

Das Blue4est® Thermopapier setzt sich kurz gesagt dank der nachhaltigen und innovativen Eigenschaften gegenüber alternativen Herstellungsmethoden auf dem Markt durch.

„Das Blue4est® Thermopapier setzt sich als nachhaltige Innovation gegenüber alternativen Herstellungsmethoden auf dem Markt durch.“

Marcel BergmannCEO der Schades Group

Wie verbessern die Schades Group und Koehler Paper gemeinsam die Nachhaltigkeit von Kassenbons?

MB Sowohl Schades als auch Koehler verfolgen nicht nur am Point of Sale die gleichen Nachhaltigkeitsziele. Beide Unternehmen sind schon immer Verfechter und Unterstützer von nachhaltig produziertem Papier. Das macht unsere Partnerschaft so erfolgreich.

Weiterhin arbeitet die Schades Group intern daran, die Nachhaltigkeit der Kassenzettel kontinuierlich zu verbessern. Kassenrollen produzieren wir nun nicht mehr nur mit Hülsen aus Plastik, sondern auch aus Pappe. Im nächsten Schritt wollen wir sogar ganz auf eine Hülse verzichten. Den gleichen Weg schlagen wir bei der Verpackung unserer Produkte ein und arbeiten auch hier eng mit Koehler zusammen. Bis vor kurzem haben wir unsere Kassenrollen mit Plastikfolie umwickelt, jetzt nutzen wir dafür das flexible Verpackungspapier von Koehler. Das hat noch einen weiteren Vorteil, denn um die Kassenrollen in Papier zu verpacken, braucht die Verpackungslinie weniger Energie als für Plastikverpackungen.

Die Schades Group und Koehler Paper sind Teil der Wertschöpfungskette von Kassenzetteln. Was unternehmen Sie, um die Nachhaltigkeit entlang der Kette zu verbessern?

MB Bei der Lieferkette gibt es viele Optimierungsprozesse, die wir verfolgen. Schon seit 2018 kaufen wir zum Beispiel unser Papier nicht mehr in Asien ein, sondern ausschließlich in Deutschland und Europa. Dadurch haben wir die Lieferwege stark verkürzt und sparen eine Menge CO2. Hier sticht Koehler wieder als Partner hervor, da viele unserer Standorte in der Nähe zueinander liegen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass wir mit Koehler daran gearbeitet haben, die Lauflängen der Jumbo-Papierrollen zu maximieren. In der Vergangenheit hat uns Koehler Rollen bis maximal 12.000 Meter geliefert, jetzt sind es schon 20.500 Meter. Das heißt, wir können pro Lieferung deutlich mehr Kassenrollen schneiden.

Welche Rolle spielen Umweltmanagement-Zertifizierungen für die Schades Group?

MB Wir setzen uns mit unserer CO2-Bilanz auseinander und haben unsere Maßnahmen durch unabhängige Gutachter zertifizieren lassen. Das Holz für unser Papier stammt beispielsweise aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft, weshalb unsere Kassenrollen das FSC®-Label tragen dürfen. Schades erfüllt zudem alle Voraussetzungen für die Zertifizierung nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 und die Kriterien der BRC Global Packaging Standards, was vor allem für den britischen Markt wichtig ist. Die unterschiedlichen Zertifikate beweisen, dass wir Nachhaltigkeit ganzheitlich begreifen und unser Umweltengagement ernst nehmen.

„Die Schades Group und Koehler Paper verfolgen die gleichen Nachhaltigkeits­ziele, was unsere Partnerschaft so erfolgreich macht.“

Marcel Bergmann CEO der Schades Group

Welche Maßnahmen plant die Schades Group in naher Zukunft, um die Nachhaltigkeit weiter zu verbessern?

MB Aktuell arbeiten wir vor allem daran, die Energieeffizienz unserer Produktion zu verbessern. Im Zuge dessen bauen wir auf der einen Seite Photovoltaikanlagen an unseren Standorten aus und investieren auf der anderen Seite in neue Werke. Diese Werke werden so ausgerichtet, dass sie auch für die nachhaltigen Produkte von Koehler wie die flexiblen Verpackungspapiere, aber auch das Blue4est® Thermopapier und sein Schwesterprodukt, die neuen Blue4est® Pro Thermolabel, einsetzbar sind.

Das ist ein Prozess, der bereits vor Jahren begonnen hat. Wir haben genau wie Koehler die Pandemie genutzt, um unsere nachhaltige Transformation nochmals zu beschleunigen. Das zeigt abermals, dass eine natürliche Bindung zwischen unseren beiden Unternehmen besteht.

205 km

Länge der Jumborollen von Koehler Paper, aus denen Schades kleine Bons schneidet

Der Einsatz von Jumborollen mit längerer Lauflänge hat den CO2-Ausstoß in der Lieferkette reduziert.

Ohne Chemie
und ohne Verblassen

Dr. Timo Stalling, Leiter der Abteilung Forschung und Analytik bei Koehler Innovation & Technology, über das umweltfreundliche und innovative Thermopapier Blue4est®.

Was macht Blue4est® im Vergleich zu herkömmlichem Thermopapier so besonders?

TS Bei klassischem Thermopapier wird die Schrift, vereinfacht gesagt, sichtbar, indem es zu einer chemischen Reaktion zwischen zwei Komponenten im Funktionsstrich des Papiers kommt. Anders bei Blue4est®: Hier wird die Farbe nicht chemisch generiert, sie wird freigelegt, und zwar in einem rein physikalischen Prozess. Das ist nicht nur nachhaltiger, weil keine für Thermopapier typischen farbbildenden Chemikalien benötigt werden. Im Gegensatz zu üblichem Thermopapier verblasst bei Blue4est® die Schrift auch nicht. Zudem ist Blue4est® das einzige Thermopapier, das für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist.

Die Entwicklung von Blue4est® begann vor mehr als 15 Jahren. Was waren für Sie die größten Herausforderungen?

TS Wir mussten ein alternatives, nachhaltigeres Konzept schaffen, das aber die gleiche Performance bringt wie das gewohnte Papier. Unsere Kunden wünschen sich gute Druckergebnisse, sie wollen weiter ihre vorhandenen Drucker nutzen. Es war herausfordernd, die passenden Materialien dafür zu finden. Und dann galt es, Überzeugungsarbeit zu leisten. Wir mussten erst einmal dafür werben, dass Papier nicht unbedingt weiß sein muss, wenn es viele andere wünschenswerte und auch vorteilhafte Eigenschaften hat.

Mit Blue4est® Pro gibt es das Thermopapier jetzt auch für Etiketten. Was planen Sie als Nächstes?

TS Mit Blue4est® Pro haben wir eine viel bessere Resistenz gegenüber Flüssigkeiten oder Fetten und Ölen. Wir haben heute mit unseren Papieren für Kassenbelege und für Etiketten sehr gute Produkte. Trotzdem suchen wir kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten, die eingesetzten Ressourcen und verwendeten Einsatzstoffe weiter zu optimieren und die Leistungsfähigkeit sowie die Nachhaltigkeit von Blue4est® immer weiter auszureizen.

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